Wie funktioniert die pauschaldotierte Unterstützungskasse?

Erklärungen der Funktionsweise durch verschiedene Betrachtungsweisen

Eine kurze Einführung in die Altersvorsorge in Deutschland

Die drei Säulen der finanziellen Absicherung im Alter

Die Altersvorsorge in Deutschland wird in drei Säulen unterteilt. Die erste Säule ist die gesetzliche Rente, die zweite Säule ist die private Altersvorsorge. Mit der betrieblichen Altersvorsorge als dritte Säule der Vorsorge werden Sie von Ihrem Arbeitgeber bei der Altersvorsorge unterstützt.

Die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland kann auf fünf Arten durchgeführt werden. Die Unterstützungskasse ist eine der fünf Durchführungswege und auch die ursprüngliche Form der betrieblichen Altersvorsorge. Später kamen noch die Direktversicherung, Pensionskasse, Direktzusage und der Pensionsfond dazu.

Die Geschichte der betrieblichen Altersvorsorge

Die ersten Unterstützungskassen wurden 1832 vom Stahlunternehmen Gutehoffnungshütte und 1858 von Krupp für die Altersvorsorge der Mitarbeiter gegründet. Die betriebliche Altersvorsorge ist keine Erfindung der jüngeren  Vergangenheit und dabei auch älter als viele Versicherungsunternehmen – zum Vergleich, die Allianz wurde 1890 gegründet – und auch älter als die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland, welche 1889 eingeführt wurde.

Die Gesetze für die betriebliche Altersvorsorge und speziell für die pauschaldotierte Unterstützungskasse sind deshalb schon über 150 Jahre alt und wurden über die Zeit nur sehr wenig verändert. Das schafft für Unternehmen und Mitarbeiter eine hohe Rechtssicherheit für die betriebliche Altersvorsorge.

Die pauschaldotierte Unterstützungskasse ist die ursprüngliche Form der betrieblichen Altersvorsorge. Ganz ohne Banken und Versicherungen, ohne komplizierter Versicherungsmathematik, mit klaren Kosten und Renditen und einer einfachen Struktur. Das schafft ein hohes Vertrauen und Verständnis für diesen Durchführungsweg.

Aquarellbild einer alten Industrieanlage
Die Unterstützungskasse hatte Ihre Anfänge in der Stahlindustrie

Die pauschaldotierte Unterstützungskasse ist das neue Sparbuch für Angestellte

Die größte Verwirrung entsteht, wenn versucht wird, das System der pauschaldotierten Unterstützungskasse mit dem System der betrieblichen Altersvorsorge mithilfe einer Direktversicherung zu verstehen.

Doch vor allem für Mitarbeiter ist die Altersvorsorge mit der pauschaldotierten Unterstützungskasse deutliche einfacher zu verstehen. Das ist einer der vielen Gründe, warum bei dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge viel mehr Angestellte sich beteiligen, als bei einer Versicherungslösung.

In Zahlen ausgedrückt sind das oft über 75 % der Mitarbeiter bis hin zu 98 % der Mitarbeiter, die sich bei dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge beteiligen. Im Vergleich zu einer Lösung mit einer Direktversicherung, bei welcher oft nur 20 % – 40 % der Angestellten teilnehmen, ist das eine Verdoppelung der beteiligten Angestellten.

Dies bedeutet, dass doppelt so viele Mitarbeiter:innen eines Unternehmens Ihre Rentenlücke weiter schließen und aktiv gegen eine drohende Altersarmut vorbeugen.